Falls Sie befürchten, daß Ihnen Ihr Unterbewußtsein während einer Hypnose keine inneren Bilder liefert,
kann ich Sie beruhigen.
Jeder Mensch bekommt innere Bilder, nur nicht zwangsläufig in Form von Bildern wie man denken könnte. Wie sich die inneren Bilder eines Menschen anhören, anfühlen oder wie sie klingen und was sie bedeuten, hängt davon ab, auf welchem Sinneskanal ein Mensch seine Umwelt wahrnimmt. In dem Satz stecken vier Varianten. Manche Menschen nehmen die Welt vorwiegend über einen einzigen Sinneskanal wahr, andere über zwei oder mehr. Der Reihe nach.
Visuelle Menschen
bevorzugen es, die Welt mit ihren Augen wahrzunehmen. Sie bekommen im wörtlichen Sinn innere Bilder. Sie sehen vor ihrem geistigen Auge schöne bunte Bilder mit sämtlichen Nuancen. Wenn sie einen Raum betreten, lassen sie ihren Blick schweifen und registrieren unbewußt Farben und Formen. Logischerweise achten sie auf die Kleidung anderer und sehen selber gut aus. Es ist unwahrscheinlich, daß sie wie eine graue Maus oder ein buntes Huhn rumlaufen. Sie erinnern lange die Gesichter von Menschen, die ihnen begegnet sind.
Auditive Menschen
nehmen die Welt vor allem über ihr Gehör wahr. Sie haben ein feines Gespür für Zwischentöne und kennen den richtigen Umgangston. Sie sind schnell genervt, wenn es zu laut ist oder das Radio läuft während sie sich unterhalten. Sie sind eben geräuschempfindlich. Passend dazu eine kleine Anekdote aus meinem Leben.
Als ich noch ziemlich klein war, wollte mein Vater eines morgens wissen wie ich denn geschlafen hätte. Ich: „Schlecht.“ Meine Begründung: Es wäre zu laut gewesen, weil die Katze des Nachbarn über uns die ganze Nacht durch die Wohnung getrampelt wäre. – Darüber können wir bis heute herzhaft lachen.
Kinästheten
fühlen wie die Welt um sie herum ist. Sie lieben die Bewegung, und es hilft ihnen, beim Lernen hin und her zu marschieren. Gern fassen sie Dinge an. In der Technik-Abteilung lassen sie keine Gelegenheit aus, Knöpfe zu drücken. Für sie macht das Sinn, und sie können nicht verstehen, warum die Partnerin peinlich berührt fragt: „Mußt du denn alles angrapschen?“ Wenn sie einen Raum betreten, spüren sie, welche Atmosphäre herrscht. Sie mögen es, wenn man sie berührt, z.B. nach kurzer Bekanntschaft zur Begrüßung umarmt.
Auditiv-digitale Menschen
lieben Zahlen, Daten, Fakten. Logisches Denken? Na klar, nichts leichter als das. Gefühle sind ihnen eher suspekt. Sie sind anderweitig beschäftigt: Bei ihnen läuft nahezu permanent ein innerer Dialog ab. Manche von ihnen bekommen keine inneren Bilder. Hypnose ist dennoch kein Problem. Das Material, welches das Unterbewußtsein diesen Menschen im Überfluß zur Verfügung stellt, sind ihre Gedanken. Dennoch werden Auditiv-digitale Selbstlernkurse und klassisches Coaching bevorzugen, denn dabei gibt es jede Menge Check-Listen. Check-Listen, mit denen sich andere schwertun, sind für sie das Natürlichste der Welt.
Wie ich aus eigener Erfahrung weiß, ist es möglich, Sinneskanäle zu trainieren. Wer z.B. regelmäßig Hypnose-CD’s hört, bekommt mit der Zeit immer mehr innere Bilder statt überwiegend Klänge, Gefühle und Gedanken.
Und während einer Sitzung?
Manche Hypnose-Interessenten bezweifeln, daß sie während einer Sitzung innere Bilder bekommen. In dieser Hinsicht kann ich aus folgenden Gründen Entwarnung geben:
Ich lasse Sie, falls Sie das interessiert, einen kleinen Sinneskanal-Test ausfüllen. Während der Hypnose spreche ich Sie dann möglichst oft auf Ihrem bevorzugten Sinneskanal an.
Hören Sie sich meine Entspannungs-Hypnose an und achten darauf, was sich in Ihrem Inneren tut. Eventuell brauchen Sie keinen Test, um Ihren bevorzugten Sinneskanal zu erkennen.
Vor der ersten Sitzung biete ich Ihnen ein Kennenlern-Gespräch. Nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf.