Therapieresistenz: Was tun?
Bezogen auf die Hypnose bedeutet Therapieresistenz: der/die Klient/in bekommt keine inneren Bilder. Daß ich das noch nicht erlebt habe, führe ich auf das Kennenlern-Gespräch zurück, das ich mit allen Klienten vor der ersten Sitzung führe. Dabei schaffen wir die Basis für Rapport – für Vertrauen, daß ein Mensch braucht, um innere Bilder zuzulassen und zu beschreiben, und wir testen seine Motivation für die Sitzungen.
Wenn die Arbeit mittendrin stockt, unternehme ich folgendes:
Zuerst prüfe ich, ob der Klient wirklich keine inneren Bilder hat oder ob er sie lediglich nicht beschreiben will, weil das Thema z.B. mit Schuld oder Scham verbunden ist.
Wir arbeiten mit Themen aus dem Fragebogen. In der ersten Sitzung bespreche ich mit meinen Klienten den Fragebogen und notiere mir mögliche Einstiegsbilder für die Hypnose, die der Klient von sich aus liefert.
Ich nutze in der Hypnose Übungen aus dem Familienstellen.
Ich arbeite mit Geschichten, die die Klienten emotional ansprechen. Schließlich stehen Emotionen im Mittelpunkt meiner Arbeit. Ihr Unterbewußtsein registriert, daß das Thema paßt, und die Arbeit kann fortgesetzt werden.
Ich arbeite mit Farbbrillen, um die beiden Gehirnhälften zu synchronisieren, den Verstand einzuschläfern und das therapeutische Fenster wieder zu öffnen.
Ich teste, ob der Klient einen Persönlichkeitsanteil hat, der nicht will, daß es ihm gut geht, und arbeite mit diesem Anteil. Zu beobachten wie so ein innerer Erfolgsverhinderer zum Helfer wird, ist besonders schön.