Was ist Hypnose?
Hier finden Sie ausführliche Antworten und Beispiele aus der Praxis.
Hypnose ist ein natürlicher Bewußtseinszustand
- zwischen Schlaf und Wachbewußtsein
Es gibt sowohl tiefe hypnotische Zustände mit anschließender Erinnerungslosigkeit als auch leichte hypnotische Zustände. Die Übergänge sind fließend. Wenn Sie mit mir arbeiten, haben Sie die Augen geschlossen, befinden sich die meiste Zeit in einer leichten Trance, die es Ihnen erlaubt, zu sprechen.
- mit erhöhter Konzentration, der es erlaubt, hypnosebezogene Reize auf besondere Art wahrzunehmen, indem die Wahrnehmungsbreite verringert wird - die Außenwelt tritt in den Hintergrund.
Beispiel
Starke hypnotische Bewußtseinsanteile finden Sie: bei monotonen Tätigkeiten wie Fließbandarbeiten, beim Fernsehen, beim Erinnern an Kindheitserlebnisse, bei automatisch ausgeführten Tätigkeiten wie Autofahren.
Was ist das Besondere an Hypnose?
Ca. 90% der alltäglichen Abläufe werden durch unser Unterbewußtsein reguliert.
Beispiel
Kein Erwachsener muß darüber nachdenken wie er Routineaufgaben bewältigt, z.B. Schuhe zubinden. Meist sind die Gedanken bei solchen Tätigkeiten ganz woanders. Selbst komplexe Tätigkeiten wie Autofahren erfordern beim geübten Fahrer kein ständiges Nachdenken mehr.
Hypnose gestattet einen direkten Zugang zum Unterbewußtsein und zu Ihrem „stillen Wissen“, inklusive ungenutzten Fähigkeiten und unbewußten Wünschen, Ursachen für unverständliche Gedanken und Gefühle.
Beispiel
Sie haben Angst vor Mäusen ohne sich an ein beängstigendes Erlebnis mit einer Maus erinnern zu können. In Hypnose erinnern Sie sich, daß Sie einjährig auf dem Hof eine Maus beobachtet haben. Ihre Mutter kam hinzu und fing an, zu schreien. Die Angst Ihrer Mutter hat sich ohne, daß Sie sich dessen bewußt waren, auf Sie übertragen. Seitdem löst der äußere Reiz Maus Angst bei Ihnen aus. In Hypnose haben Sie die Chance, das zu ändern.
Hypnose befähigt zu körperlichen und geistigen Leistungen, die durch den Willen allein nicht erbracht werden können. Dabei werden reale Ressourcen mit fiktiven verknüpft. In Hypnose durchgespielte Handlungen beeinflussen Ihre Wirklichkeit nachhaltig. Ihnen stehen Erinnerungen und Möglichkeiten zur Verfügung, die Ihr Tagesbewußtsein nicht kennt und als unlogisch verwerfen würde. In Hypnose sind Sie fähig, sich von negativen Gefühlen, die Sie im Alltag beeinflussen, z.B. Hoffnungslosigkeit und Panik, zu distanzieren und spontan neue Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten zu testen. Sie haben die Chance, Ihr neues Verhalten in einer gedachten zukünftigen Situation auszuprobieren.
Beispiel
Sie haben Höhenangst. In Hypnose können Sie sich schrittweise an den „Abgrund“ heranpirschen ohne von Angst überwältigt zu werden.
Unmittelbar nach einer Hypnose ist es ratsam, nicht darüber sprechen, damit sich die gewonnenen Erkenntnissen in Ihrem Unterbewußtsein verankern können. Warum?
Beispiel
Erinnern Sie sich an die ersten Fahrstunden? Haben Ihnen Empfehlungen bezüglich einer vorausschauenden Fahrweise genützt während Sie damit beschäftigt waren, den richtigen Gang zu finden?
Während der Hypnose übernimmt der Hypnotiseur die Kontrolle nach Außen, sorgt für Ihre Sicherheit. Menschen sind erfahrungsgemäß in der Gegenwart eines anderen Menschen eher in der Lage, ihre Aufmerksamkeit nach innen zu richten. Sie nehmen eine kindlich-regressive Haltung ein, das heißt, Sie sind bereit, in Ihre Vergangenheit zu reisen und sich dabei führen zu lassen. Das führt zu einer erhöhten Suggestibilität (Beeinflußbarkeit) sowie zu einer erhöhten Flexibilität und Lernfähigkeit.
Neben psychotropen (das Bewußtsein beeinflussenden) Drogen ist Hypnose eine der wirksamsten Methoden, die Wirklichkeitskonstruktion eines Menschen zu verändern. Korrektive Erfahrungen werden wie wirklich vorhanden verarbeitet. Je mehr Sinne beteiligt sind, desto intensiver wird das Erleben. Der Hypnotiseur kann das mit seiner Wortwahl und entsprechenden Fragen steuern. Besonders die Nahsinne (Fühlen und Schmecken) intensivieren das Erleben, wogegen die verstärkte Nutzung der Fernsinne (Hören und Sehen) Abstand schafft. Nachdem Sie eventuell meine Entspannungshypnose erlebt haben, wissen Sie:
Was braucht man für eine Hypnose?
Jemanden, der hypnotisiert (Hypnotiseur) und jemanden, der sich hypnotisieren läßt (Hypnotisand), weil er es möchte. Ja möchte, denn es ist leicht, zu widerstehen: einfach nicht hinhören, sich umdrehen, weggehen. Das ist natürlich schwieriger, wenn man müde und kurz vor dem Einschlafen ist. Hypnose ist schwer durchzuführen, wenn ein Mensch überdreht und unfähig ist, sich zu konzentrieren.
Mit einiger Übung ist es möglich, sich selber zu hypnotisieren, z.B. um schneller einzuschlafen.
Damit ein Mensch dem Hypnotiseur zuhört, muß er ihm vertrauen (Rapport genannt). Nur ein naiv-vertrauensseliger Mensch vertraut jedem. Ist das Vertrauen vorhanden, genügt es, konzentriert zuzuhören und die entsprechenden Anweisungen/Vorschläge/Botschaften (Suggestionen), die während der Hypnose-Sitzung unterbreitet werden, zu befolgen bzw. anzunehmen. Die Trance ermöglicht die intensive Wirkung.
Für Menschen mit Sinn für Humor habe ich hier noch eine unkonventionelle Antwort. Übrigens, Humor kann ein wertvolles Therapieinstrument sein - wenn es ein Mensch zuläßt.
Ist ein hypnotisierter Mensch willenlos ausgeliefert?
Nein. Der Hypnotiseur muß darauf achten, das Vertrauen des Hypnotisanden nicht zu verlieren. Das kann z.B. dadurch geschehen, daß seine Vorschläge und Interpretationen zu sehr von der inneren Wahrheit und den momentanen Möglichkeiten des Klienten abweichen. Wenn das wiederholt passiert, wird der Hypnotisand die Augen öffnen, und die Hypnose ist beendet.
Die Suggestibilität eines Menschen – die Fähigkeit auf Vorschläge und Botschaften einzugehen – hat nichts mit Gutgläubigkeit, Täuschbarkeit oder Dummheit zu tun. Es handelt sich um eine geistig-kreative Fähigkeit. Suggestionen führen dazu, daß sich eine innere Instanz auf die Suche begibt und prüft, in welchem Zusammenhang die Botschaft Sinn macht. Während einer Therapiesitzung achtet der Therapeut darauf, daß die Interpretation den Klienten dabei unterstützt, das vereinbarte Ziel zu erreichen.
Ob der Klient dabei manipuliert wird? Ja, im Sinne von beeinflußt, und zwar so, daß er sein Ziel erreicht. Dazu kommt er schließlich. Bedenklich wird die Angelegenheit aus meiner Sicht, wenn der Therapeut dabei das Anliegen des Klienten aus dem Auge verliert und eigene Ziele verwirklicht, z.B. weil er mit dem Thema des Klienten selber ein Problem hat. Sie können dieses Risiko minimieren, indem Sie sich einen möglichst
neutralen Hypnose-Coach/Therapeuten suchen. Wie Sie den erkennen?
Vorweg: einen zu 100% neutralen Therapeuten gibt es nicht. Den brauchen Sie auch nicht. Sie brauchen jemanden, der neutral reagiert, wenn es um Ihr Anliegen geht und der sich Ihren Zielen verpflichtet fühlt. Deshalb:
Nehmen Sie vorher Kontakt auf und reden Sie über Ihr Anliegen. Achten Sie auf die Reaktionen. Ihre Alarmglocken sollten schrillen, wenn der Therapeut/Coach sofort eine Wertung vornimmt, z.B. "Das ist ja schrecklich. Ich kann mir denken, wo die Ursachen für Ihr Problem liegen. Das kriegen wir auf jeden Fall hin." Achten Sie auf den Tonfall. Wenn jemand sofort "anspringt", wenn es um ein bestimmtes Thema geht, hat er mit großer Wahrscheinlichkeit selber ein Problem damit. Es wird ihm schwerfallen, sich voll und ganz auf Sie zu konzentrieren.
Ein Coach/Therapeut, der Ihr Problem aus eigener Erfahrung kennt, ist ein Gewinn für Sie, wenn er selber erfolgreich eine Therapie absolviert hat. Er kann sich einfühlsam in Ihre Situation hineinversetzen und weiß gleichzeitig, daß das Problem zu lösen ist. Das ist günstig für Sie, weil Sie in Hypnose auf unterbewußter Ebene auch mit dem Unterbewußtsein Ihres Hypnotiseurs kommunizieren.
Beispiel
Der Klient erinnert sich in Hypnose daran, als Kind bei einer Schwimmübung kurz untergegangen zu sein, weil der Vater unaufmerksam war. Der Hypnotiseur geht aufgrund eigenen Erlebens sofort davon aus, daß das eine traumatische Situation war. Wahrscheinlich wäre das bei vielen Menschen auch so gewesen, nur nicht beim konkreten Klienten. Der fand das Ereignis eher spannend und wird irgendwann unwirsch reagieren, wenn der Hypnotiseur immer wieder von Angst redet, wo keine war. Kommt es dadurch zum Vertrauensbruch, verweigert der Klient die weitere Zusammenarbeit.
Zurück zum Coach/Therapeuten. Jede gute Ausbildung sieht unabhängig von der Methode für den Therapeuten reichlich Selbsterfahrung vor. Das bedeutet: ein Hypnosetherapeut hat selber eine Hypnosetherapie absolviert. Fragen Sie ihn danach. "Springt er an", z.B. "Ich wüßte nicht, was Sie das angeht...", seien Sie mißtrauisch. Selbstverständlich ist es tabu, daß Ihnen ein Therapeut seine eigenen Probleme erläutert, schließlich geht es um Sie. Die Frage nach Selbsterfahrung sollte erlaubt sein. Wie soll sich jemand ohne eigene Erfahrungen in Sie hineinversetzen können bzw. auf möglichst viele Themen neutral reagieren?
Fragen Sie auch immer danach, ob sich der Therapeut weiterbildet. Ebenso wichtig: ob er Supervision in Anspruch nimmt. Das heißt, ob er sich mit Kollegen auf seinem Fachgebiet austauscht. Der Fachbegriff dazu heißt "Supervision". Falls seine Antwort lautet: "Äh, was für eine Vision haben Sie?" - bleiben Sie wachsam;)
Zu guter Letzt: ein guter Therapeut kennt seine Grenzen und vereinbart keinen Termin ohne Ihr Anliegen zu kennen, frei nach dem Motto: "Hier sind Sie mit jedem Problem richtig." Er hat kein Problem, Sie zu einem Kollegen zu schicken, falls er mit Ihrem Anliegen überfordert ist.
Ist jeder Mensch hypnotisierbar?
Die Angaben darüber schwanken. Man geht davon aus, daß ca. 5% der Bevölkerung schwer zu hypnotisieren sind, 10% dagegen sehr leicht in Trance gehen. Der Grad der Hypnotisierbarkeit läßt keine Schlußfolgerungen über die Intelligenz oder die Persönlichkeit eines Menschen zu. Allerdings gibt es Grenzen für Menschen mit erheblicher Minderbegabung, da die erforderliche Kommunikation nicht möglich ist.
Und wie passen die Prozentzahlen zur Erkenntnis von Werner Meinhold, daß ein Kind die Zeit bis zum 12. Lebensjahr in Hypnose verbringt?
Gar nicht. In seinem „Großen Handbuch der Hypnose“ geht Werner Meinhold ausführlich auf dieses Thema ein und führt den entsprechenden Nachweis. Fazit: jeder Mensch kennt hypnotische Zustände. Ebenso interessant und für viele unbekannt ist die Tatsache, daß u.a. Politik und Werbung hypnotische Zustände bei den Empfängern ihrer Botschaften produzieren, damit die Botschaften in das Unterbewußtsein Ihrer Zielgruppe gelangen. Einmal dort angekommen, werden Sie kaum noch hinterfragt.
Beispiel
Sie starren wie gebannt auf die "Mattscheibe", nehmen um sich herum kaum noch etwas wahr, hören Botschaften wie „Nichts wäscht reiner als Sauberwasch." Dabei beobachten Sie eine lachende Familie, die ganz offensichtlich das große Glück gefunden hat, weil Mama die Wäsche mit Sauberwasch und die Familie gleich mit zum Strahlen bringt. Das ist so emotional, daß Sie beim nächsten Einkauf automatisch zu Sauberwasch greifen, weil Sie beim Anblick der Verpackung, die während des ganzen Spots immer wieder groß eingeblendet wurde, die strahlende Familie vor Ihrem inneren Auge sehen. Somit kaufen Sie nicht in erster Linie das Waschmittel, sondern das gute Gefühl, das Sie aufgrund des Spots damit verbinden.
Innere Bilder haben eine enorme Wirkung, an die wertungsfreie Untersuchungen schwer heranreichen. Wer einmal im hypnotischen Zustand auf Sauberwasch geprägt wurde, kauft höchstwahrscheinlich immer Sauberwasch, selbst wenn er in der Zeitung liest, daß eine Untersuchung ergeben hat, daß andere Produkte genauso gut oder gar besser waschen.
Welche Anwendungsgebiete gibt es für Hypnose?
Hypnose läßt sich für viele Zwecke nutzen.
Entspannung: in Hypnose schaltet der Körper um auf Regeneration
15 min Entspannungshypnose wirken bei vielen Menschen wie ein erholsamer Schlaf.
Testen Sie, was meine Entspannungshypnose bei Ihnen bewirkt.
Leistungssteigerung: z.B. im Sport
Es werden unbewußte Abläufe optimiert.
Diverse Störungen bearbeiten
Verhaltensprobleme: z.B. unangenehme Gewohnheiten wie Nägelkauen, Rauchen, zu viel oder zu wenig essen
neurotische Störungen: z.B. Ängste, Zwänge, Depressionen, Schlafstörungen
psychosomatische Störungen: z.B. chronische Schmerzen, Migräne, Bluthochdruck, Rheuma, Reizdarm
Für all diese Themen können die psychischen Anteile des Problems bearbeitet werden. Körperliche Probleme müssen zuvor schulmedizinisch abgeklärt werden.
Unterhaltung: Bühnenhypnose - nicht mein Fachgebiet
Neugier befriedigen: "Hypnotisier mich mal..." und hinterher die klassische Reaktion: "Ich war nicht in Hypnose." Viele Menschen erwarten einen Zustand, den sie noch nie erlebt haben.
Wie kann eine Hypnose eingeleitet werden?
Denken Sie an Ihren Alltag, in dem Sie oft genug meditativ-hypnotische Zustände erleben, z.B. beim Fernsehen. Hier wirken mehrere Schlüsselreize, die dafür sorgen, daß es zu einer hypnotischen Umschaltung kommen kann:
akustische: monotone Musik, Sprechweise
Fixation: Anstarren der „Mattscheibe“
einseitige Haltung
Suggestionen: Anweisungen, Vorschläge, Hinweise
Woran Sie erkennen, daß Sie in Trance/Hypnose sind?
Wie der Zustand der Trance bzw. eine Hypnose erlebt werden, ist so unterschiedlich wie die Menschen verschieden sind. Und da es ein Zustand ist, den jeder Mensch aus dem Alltag kennt, denken viele Menschen, die sich erstmalig bewußt für eine Hypnose entscheiden, hinterher, daß sie gar nicht in Hypnose waren.
Zu den subjektiven Empfindungen, die Sie spüren lassen, daß Hypnose im Spiel ist, zählen:
das Gefühl der Entspannung
ein verändertes Zeit- und Raumgefühl
das "Abdriften" - der Sekundenschlaf
das Wissen, daß Sie jederzeit aus Ihrer Trance auftauchen könnten ohne dies zu wollen, da der Zustand als angenehm empfunden wird
Von außen zu beobachten sein können:
ein ruhigerer Atem
eine veränderte Gesichtsfarbe aufgrund besserer Durchblutung
das Vibrieren der Augenlider
Tränenfluß ohne entsprechende Emotion
Hypnotische Phänomene sind zwar spektakulär, haben jedoch keinen Einfluß auf den Erfolg. Auch können sie nicht bei jedem Menschen erzeugt werden. Der Erfolg - die von Ihnen gewünschte Verhaltensänderung - ist oft weniger spektakulär, da sich diese Veränderung eventuell mit einer zeitlichen Verzögerung zeigt.
Hier einige hypnotische Phänomene:
Hypermnesie: gesteigertes Erinnerungsvermögen
Beispiel
Als Kind haben Sie im Ausland gelebt und eine andere Sprache gesprochen, die Sie mittlerweile vergessen haben. In Hypnose fällt Ihnen vieles wieder ein.
Amnesie: vergessen, was in Hypnose geschehen ist; hält nicht lange an, leicht rückgängig zu machen
Beispiel
Während der Hypnose-Sitzung wird ein belastendes Ereignis erinnert, das nicht vollständig bearbeitet werden kann. Damit der Klient die Zeit bis zur nächsten Sitzung entspannt erleben kann, wird am Ende der Sitzung Amnesie bis zum nächsten Treffen suggeriert.
Halluzinationen: sehen, hören, riechen, spüren, was nicht vorhanden ist bzw. nicht wahrnehmen, was vorhanden ist
Beispiel
Während der Hypnose wird es unerwartet laut auf dem Flur. Der Therapeut suggeriert, daß rundherum alles angenehm ruhig wird und eventuell störende Geräusche nur noch ganz schwach wie durch eine Panzertür wahrgenommen werden.
Der Klient wird aufgefordert, sich vorzustellen, daß er in eine saftige Zitrone beißt. Er riecht und schmeckt eine Zitrone, ihm läuft sogar das Wasser im Mund zusammen.
Schmerzlosigkeit: zu große Angst vor Schmerz kann den Effekt unmöglich machen
Beispiel
Bevor die chemische Narkose erfunden wurde, hat James Esdaille (1808-1859) viele Patienten nebenwirkungsfrei unter Hypnose operiert. Die Sterblichkeitsrate sank auf 5%. Vor der Anwendung von Hypnose lag sie bei etwa 50%. Heute wird Hypnose z.B. von Zahnärzten angeboten.
Ideomotorik: Signale gelangen vom Unterbewußtsein direkt an die Muskeln
Beispiel
Sie nicken während der Hypnose ohne es zu wollen zustimmend mit dem Kopf.
Es können Auskünfte unmittelbar vom Unterbewußtsein eingeholt werden, indem Armkatalepsie suggeriert wird. Dabei liegt der Unterarm auf einer Unterlage, und der obere Teil des Arms ragt in die Höhe. Der Arm wird unbeweglich und gefühllos. Der Klient befindet sich in einer tiefen Trance, in der der Hypnotiseur nur noch mit seinem Unterbewußtsein kommuniziert und dieses bittet, ihm durch eine kleine Bewegung den entsprechenden „Ja-Finger“ zu zeigen. Dasselbe geschieht mit dem „Nein-Finger“. Jetzt kann der Hypnotiseur dem Unterbewußtsein direkte Fragen stellen und durch unwillkürliche Bewegungen des entsprechenden Fingers die Antwort Ja oder Nein erhalten. An der Art der Bewegung ist leicht erkennen, ob der Klient tatsächlich in Trance ist oder die Bewegung der Finger willentlich steuert. Später kann sich der Klient oft nicht mehr daran erinnern, daß er die Finger bewegt hat.
Welche Arten von Hypnose-Therapie gibt es?
Bei mir lernen Sie 3 Arten kennen:
Klassische Hypnose
Klassische Hypnose wird auch als „zudeckende“ Hypnose bezeichnet. Das Wort zudeckend bezieht sich darauf, daß die Ursache des Problems, mit dem der Klient kommt, nicht erforscht wird. Es geht darum, Ressourcen des Klienten zu wecken, die ihm helfen, sein Problem zu lösen. Bei mir erleben Sie diese Form bevorzugt am Ende einer Sitzung bzw. am Ende einer abgeschlossenen Therapie, um die erzielten Ergebnisse zusätzlich zu verankern.
Die klassische Hypnose besteht aus 3 Phasen:
- Interventions-Skript zum Wecken von Ressourcen
- De-Hypnose
Dabei werden in der Tiefe der Seele verborgene Ursachen für Konflikte und Blockaden erforscht, bewußt gemacht und bearbeitet.
Systemische Hypnose
Nutzt Erkenntnisse aus der Familientherapie, besonders die aus Familienaufstellungen. Dabei wird das Problem eines Einzelnen als „Störung“ innerhalb eines Systems betrachtet. Die wichtigsten Systeme eines Menschen sind seine Herkunftsfamilie und seine Wahlfamilie (Ehepartner und Kinder). Die Rolle, die er in diesen einnimmt, hat wesentlichen Einfluß auf seine Rolle in anderen Systemen, z.B. im Beruf.
Die systemische Therapie geht wie die ganzheitliche Medizin davon aus, daß es keinen Sinn macht, nur ein einzelnes Organ zu flicken und betrachtet deshalb das Gesamtsystem. Bei der systemischen Hypnose ist es ausreichend, mit den inneren Bildern zu arbeiten, die der Klient von seinen Systemen liefert. Im Rahmen einer Einzeltherapie ist es nicht erforderlich, zum System gehörende Personen auf der Alltagsebene in die Therapie einzubeziehen.
Sie wollen das einfach mal erleben? Fragen Sie einfach telefonisch oder per E-Mail an. Neugierigen biete ich eine Probesitzung an.