Induktions-Methoden
Methoden, eine Hypnose mit Worten herbeizuführen
Milton Erickson (1901-1980), einem amerikanischen Arzt und Psychiater haben wir u.a. zu verdanken, daß die Hypnose heute zu den offiziell anerkannten Therapieformen gehört.
Zu den Besonderheiten der Ericksonschen Hypnose gehören permissive (um Erlaubnis bittende) und indirekte Suggestionen (Vorschläge, Anweisungen) durch Metaphern (Geschichten), wodurch der Patient kaum noch merkt, daß es sich um Suggestionen handelt. Erickson war ein Meister seines Faches. Mit seiner Methode wollte er die Ressourcen seiner Patienten wecken. Er ging subtil vor, baute die Induktion (Einleitung) häufig in ein ganz normales Gespräch ein. Durch Erickson wurde die Bedeutung der Sprache bei der Hypnose erkannt. Er hat mit Hilfe gewisser Sprachmuster Trance erzeugt und vertieft.
Dave Elman (1900-1967) bevorzugte es, seinen Patienten direkte Anweisungen zu geben. Mit Hilfe seiner schnellen und effektiven Induktionstechniken geht die Mehrheit der Bevölkerung in eine tiefe Trance. Voraussetzung ist lediglich, daß der Hypnotisand (Person, die hypnotisiert wird) Anweisungen befolgen kann. Diese Methode ist sehr praktisch, wenn der Patient möglichst schnell in Trance gehen soll, z.B. beim Zahnarzt. Elman bildete selber Ärzte und Zahnärzte aus.
Sie hören drei kurze Beispiele für jede Suggestionsart.
Direkte Suggestionen
gleich am PC hören: klare und eindeutige Anweisungen, wie ein Befehl
(mit der Maus auf den Link gehen und die rechte Maustaste drücken: "Ziel speichern unter" anklicken, um die Datei auf dem eigenen PC zu speichern)
Permissive Suggestionen
gleich am PC hören: Zum Vergleich habe ich den Text mit permissiven (um Erlaubnis bittenden) Suggestionen gestaltet. Das klingt höflicher und scheinbar unverbindlicher.
Indirekte Suggestionen
Und zu guter Letzt der Text mit indirekten Suggestionen. Durch hypnotische Sprachmuster und Metaphern (Geschichten) entsteht der Eindruck, es ginge gar nicht um den Klienten. Man rechnet damit, daß das Unterbewußtsein des Klienten erkennt, worum es geht und dafür sorgt, daß der Klient wie gewünscht handelt.